Mietkautionsversicherung: Anbieter in der Schweiz vergleichen
Mit einer Mietkautionsversicherung müssen Sie die Kautionssumme nicht auf einem Bankkonto hinterlegen. Dafür bezahlen Sie eine Prämie, die Sie nicht zurückerhalten. Die folgende Übersicht zeigt die publizierten Konditionen ausgewählter Anbieter in der Schweiz. Vergleichen Sie neben der Prämie auch Gebühren, Rabatte und die Bedingungen für einen späteren Wechsel zum Mietkautionskonto.
SwissCaution, Firstcaution und goCaution im Überblick. Die Tabelle zeigt unterschiedliche Preisangaben der Anbieter; daraus lässt sich kein einheitlich günstigster Anbieter bestimmen. Die genaue Prämie hängt von der Kautionshöhe ab und wird beim Anbieter im Prämienrechner berechnet.
| Anbieter | Jahresprämie (Angaben des Anbieters) | Rabatte |
|---|---|---|
| SwissCaution | Prämie via Rechner nach Kautionshöhe, zzgl. eidg. Stempelabgabe | Treuerabatt 10/20/30 % nach 2/3/4 vollendeten Vertragsjahren; Jugendrabatt 10 % unter 26 (kumulierbar) |
| Firstcaution | Ab dem 2. Jahr: 5 % des Garantiebetrags + CHF 20 (im 1. Jahr oft Aktionspreis) | 5 % Online-Rabatt (Details beim Anbieter) |
| goCaution | Ab CHF 94.50 pro Jahr (abhängig von der Kautionshöhe) | — |
| Zum Vergleich: Mietkautionskonto (Bank) | Keine Prämie — das Geld bleibt verzinst Ihr Eigentum, ist aber gesperrt | — |
Vergleichen Sie die Angebote für dieselbe Kautionshöhe und denselben Vertragsbeginn. Berücksichtigen Sie die Prämie im ersten Jahr, die Folgeprämien sowie alle ausgewiesenen Abgaben und Gebühren. Ein Einstiegspreis allein zeigt nicht, welches Angebot für Ihre Situation am günstigsten ist.
Stand: 9. September 2026, gemäss den öffentlich publizierten Angaben der Anbieter; zur Prämie kommt teils die eidgenössische Stempelabgabe hinzu. Prämien und Aktionen ändern sich — massgebend ist immer die aktuelle Offerte des Anbieters.
So vergleichen Sie die Gesamtkosten
- Gesamtkosten: Vergleichen Sie die Summe der Prämien und Gebühren über Ihre voraussichtliche Mietdauer. Bereits bezahlte Prämien erhalten Sie nicht zurück.
- Aktionen im ersten Jahr: Berücksichtigen Sie sowohl den Aktionspreis als auch die regulären Prämien der Folgejahre.
- Regress im Schadenfall: Die Versicherung zahlt dem Vermieter — und fordert den Betrag anschliessend von Ihnen zurück, teils mit Bearbeitungsgebühr.
- Wechsel zum Mietkautionskonto: Prüfen Sie, welche Unterlagen und Freigaben der Anbieter für die Vertragsbeendigung verlangt.
Mietkautionskonto, Versicherung oder Bankbürgschaft?
Neben Kautionskonto und Mietkautionsversicherung gibt es in der Schweiz eine dritte Variante: die Bankbürgschaft (Bankgarantie). Dabei bürgt Ihre Bank gegenüber der Verwaltung für die Kautionssumme — Sie hinterlegen kein Geld auf einem Sperrkonto, zahlen dafür aber eine jährliche Gebühr. Im Vergleich gilt:
- Mietkautionskonto: keine wiederkehrende Prämie — das Geld ist gebunden, bleibt aber verzinst Ihr Eigentum.
- Bankbürgschaft: jährliche Gebühr je nach Bank unterschiedlich; die Bank verlangt eine Bonitätsprüfung und teils Sicherheiten. Konditionen vor dem Abschluss mit der Versicherungsprämie vergleichen.
- Mietkautionsversicherung: laufende Prämien ohne Rückerstattung — und im Schadenfall müssen Sie den Betrag trotzdem zurückzahlen.
Wer das Kapital aufbringen kann, fährt mit dem klassischen Kautionskonto in der Regel am besten. Falls ein privates Darlehen aus Familie oder Freundeskreis infrage kommt, vergleichen Sie auch dessen Kosten und Rückzahlungsbedingungen.
Wie funktioniert die Mietkaution?
In der Schweiz ist es üblich, dass der Vermieter eine Kaution (Mietkaution oder Mietzinsdepot) von 1-3 Monatsmieten verlangt. Die Kaution wird auf einem gesperrten Bankkonto auf Ihren Namen hinterlegt. Sie dient als Sicherheit für berechtigte Forderungen aus dem Mietverhältnis. Der Vermieter kann nicht frei über das Geld verfügen — die Auszahlung erfolgt durch die Bank, wenn die Voraussetzungen für die Freigabe erfüllt sind.
Was passiert im Schadenfall?
Die Mietkautionsversicherung stellt die vereinbarte Sicherheit gegenüber dem Vermieter. Sie zahlen dafür jährlich eine Prämie, die nicht zurückerstattet wird — je nach Kautionshöhe meistens 100-300 Franken pro Jahr. Zahlt der Anbieter eine Forderung an den Vermieter, fordert er den Betrag anschliessend von Ihnen zurück. Die Mietkautionsversicherung befreit Sie somit nicht von berechtigten Forderungen aus dem Mietverhältnis.
Das sollten Sie wissen:
- Die Mietkautionsversicherung übernimmt Schäden an der Immobilie nicht endgültig — die Kosten trägt der Mieter selbst.
- Zusätzlich zum Schaden kann eine Bearbeitungsgebühr des Anbieters anfallen, die bis zu 500 Fr betragen kann.
Häufige Fragen zur Mietkaution
Welche Alternative gibt es zum Mietkautionskonto?
Im Artikel vergleichen wir das Mietkautionskonto mit der Mietkautionsversicherung und der Bankbürgschaft. Prüfen Sie vor dem Abschluss, welche Form der Sicherheit Ihr Vermieter akzeptiert und welche Kosten sowie Bedingungen das konkrete Angebot enthält.